Rückbau der Kläranlagen in Choren und Maltitz beschlossen / Überleitung des Abwassers nach Döbeln / Ortstermine mit Grundstückseigentümern
Die Beschlüsse sind gefasst – nun gibt es ab dem 1. September die ersten Ortstermine in Juchhöh sowie bei einzelnen Grundstückseigentümern in Leschen, Theeschütz und Choren. In allen Fällen handelt es sich um Grundstücke in Ortsteilen der Stadt Döbeln, die künftig an das zentrale Abwassernetz angeschlossen werden.
Hintergrund ist die geplante Außerbetriebnahme der Kläranlagen in Choren und Maltitz. Damit das in den Ortschaften anfallende Abwasser künftig auf der Kläranlage Döbeln-Masten umweltgerecht behandelt werden kann, lässt der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal (AZV) eine Druckleitung bauen und erschließt angrenzende Grundstücke.
„Die beiden kleinen Kläranlagen in Choren und Maltitz stammen aus der Wendezeit und sind technisch verschlissen. Der Wartungs- und Instandsetzungsaufwand wird immer größer, so dass der Betrieb nicht mehr effizient ist und es gleichzeitig immer herausfordernder wird, die verschärften, behördlich vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten“, erklärt Sebastian Simon, Bereichsleiter Abwasser der Veolia-Niederlassung Döbeln.
Im Ergebnis eines vorab angefertigten Variantenvergleiches hatte sich die Überleitung des Abwassers nach Döbeln als wirtschaftlichste Option herausgestellt. Nachdem die Verbandsversammlung des AZV der dafür notwendigen Fortschreibung des Abwasserbeseitigungskonzeptes zugestimmt hatte, konnte Veolia als Betriebsführer die Ausschreibung vorbereiten. Mit der LFT Straßen- und Tiefbau GmbH aus der Gemeinde Jahnatal habe man eine erfahrene Firma aus der Region gewinnen können, erklärt Olaf Starke, der zuständige Gruppenleiter für den Investitonsbereich der Niederlassung Döbeln.
Gebaut wird eine circa sechs Kilometer lange Abwasserdruckleitung, die von Choren und Maltitz kommend am Ende im Gewerbegebiet Fuchsloch in das bestehende Kanalnetz von Döbeln mündet.
Circa 26 Grundstücke, die bisher über dezentrale Abwasserbehandlungsanlagen verfügten, müssen zu diesem Zweck nun erschlossen werden. Die Ortstermine, erläutert Sebastian Simon, würden dazu dienen, sich die Gegebenheiten vor Ort genau anzusehen und den Grundstückseigentümern ein detailliertes Kostenangebot unterbreiten zu können. Die satzungsrechtlichen Bestimmungen des AZV besagen, dass sie die Kosten für den erstmaligen Anschluss an die zentrale Kanalisation tragen. Man habe im Vorfeld mit allen betroffenen Anwohnern persönliche Termine vereinbart.
Baubeginn ist noch im Herbst dieses Jahres, voraussichtlich im Oktober. „Uns liegen alle Genehmigungen vor“, informiert Olaf Starke. Auch Fördermittel der Sächsischen Aufbaubank seien für das Projekt, das inklusive des Rückbaus der Kläranlagen in Choren und Maltitz bis 2027 dauern wird, in Aussicht gestellt. Der AZV Döbeln-Jahnatal investiert circa 2,3 Millionen Euro.
