Wirtschaftsplan 2026 im Fokus der Verbandsversammlung / Investitionsvolumen von 5,12 Millionen Euro / Beschluss zur Vergabe der Fäkalienentsorgung
In Westewitz sind die Mitglieder der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes (AZV) Döbeln-Jahnatal am Mittwoch, dem 26. November zum letzten Mal in diesem Jahr zusammengekommen. Ein Treffen, bei dem es vor allem um die Pläne für das kommende Jahr gehen sollte.
Der AZV rechnet für 2026 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 274.000 Euro. Der Betrag – so der einstimmige Beschluss – soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Geplant sind Investitionen mit einem Volumen von 5,12 Millionen Euro. Auch der Investitions- und Wirtschaftsplan stieß auf breite Zustimmung. Aus der Präsentation vor der Verbandsversammlung ging hervor, dass der AZV wirtschaftlich solide aufgestellt ist.
Auch ein Großteil der für dieses Jahr geplanten Investitionen ist abgearbeitet oder auf den Weg gebracht. Von circa 4,5 Millionen Euro, die geplant gewesen sind, konnten knapp vier Millionen Euro in den vergangenen Monaten verbaut werden. Ein Beitrag für eine noch höhere Sicherheit in der Abwasserentsorgung. Sofern die Witterungsbedingungen es zulassen, wird bis Weihnachten auf den Baustellen gearbeitet.
Um eine besonders umfangreiche Maßnahme handelt es sich bei der geplanten Überleitung des Abwassers, das bisher in den kleinen Kläranlagen der Ortschaften Choren und Maltitz behandelt wurde. Nun wird an einer rund 5,6 Kilometer langen Abwasserdruckleitung gebaut, um das Abwasser künftig auf der Kläranlage in Döbeln-Masten zu behandeln. Die Maßnahme ist im Oktober gestartet und wird sich über das gesamte Jahr 2026 erstrecken. Der AZV investiert insgesamt rund 2,3 Millionen Euro.
Abgeschlossen wurde unterdessen der erste Bauabschnitt in der Otto-Johnsen-Straße in Döbeln. Zwischen April und November wurden hier 270 Meter der bestehenden Mischwasserleitung erneuert. Der AZV investierte rund 250.000 Euro.
Ein erster Bauabschnitt ist 2025 zwischen August und Oktober auch in der Richard-Wagner-Straße in Döbeln umgesetzt worden. 135.000 Euro kostete den AZV die Erneuerung von knapp 150 Metern Mischwasserleitung. 2026 wird hier weiter gebaut. Geplant ist die Erneuerung von 350 Metern der vorhandenen Mischwasserleitung. Rund 300.000 Euro sind dafür veranschlagt.
Am 28. November ist die offizielle Verkehrsfreigabe in der Sörmitzer Straße geplant. Damit ist nach längerer Bauzeit auch das Klinikum Döbeln wieder wie gewohnt erreichbar. Der AZV war Partner einer Gemeinschaftsmaßnahme unter anderem mit der Stadt Döbeln und erneuerte die vorhandene Mischwasserleitung auf einer Länge von 280 Meter. Investsumme: 265.000 Euro.
Ein ehrgeiziges Vorhaben ist vor wenigen Wochen – ebenfalls in Döbeln – in der Zschepplitzer Straße gestartet. Bis Mitte Dezember soll die Maßnahme abgeschlossen werden und zu einer besseren hydraulischen Situation in diesem Teil der Stadt Döbeln beitragen. Auf 570 Meter Länge wird die Mischwasserleitung erneuert und parallel dazu eine zweite gebaut. Der AZV gibt für dieses Vorhaben rund 550.000 Euro aus.
Auch in der Rosa-Luxemburg-Straße soll im nächsten Jahr gebaut werden. Die Ausschreibung ist noch für Dezember geplant, der Baustart im Frühjahr 2026. Mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern werden in dieser Straße besonders große Kanäle zur Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser verwendet. 350 Meter werden zur Baustelle. Der AZV rechnet mit Ausgaben in Höhe von 425.000 Euro und mit einem Bauende im Oktober oder November 2026.
Erneut zur Baustelle wird 2026 die Blumenstraße in Döbeln. Diesmal konzentrieren sich die Arbeiten auf den oberen Bereich. Die zu erneuernden 220 Meter des Mischwassersystems sollen circa 220.000 Euro kosten.
Noch eine wichtige Maßnahme, die 2026 in der Stadt Döbeln realisiert werden soll: eine Abwasserdruckleitung zwischen Schickenhäuser und Pommlitz. Die neu zu bauende Kanalisation erstreckt sich auf 650 Meter und muss einige Meter Höhenunterschied ausgleichen. Entsprechend hoch die veranschlagten Kosten: Der AZV geht von einer halben Million Euro aus.
Die Verbandsversammlung beschäftigte sich außerdem mit der Neuausschreibung der Fäkalienentsorgung im Verbandsgebiet. Der laufende Vertrag endet zum 31. Dezember 2025. Der bisherige Anbieter – die Bergzog Kanalreinigungs GmbH aus der Gemeinde Jahnatal – hatte das mit Abstand günstigste Angebot abgegeben und folglich den Zuschlag für den Zeitraum 2026 bis 2028 erhalten. Die Verbandsversammlung veranlasste daraufhin „alle weiteren notwendigen Schritte im Vergabeverfahren, damit die Fäkalienentsorgung 2026 nahtlos weitergehen kann“, informierte Verbandsgeschäftsführer Stephan Baillieu.

Bauarbeiten in der Zschepplitzer Straße in Döbeln
