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Große Maßnahmen bestimmen Investgeschehen

Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Döbeln-Jahnatal am 21. September in Döbeln / Jahresabschluss 2025 vorgelegt / Neue Gebühren ab 2027

Große und aufwändige Projekte bestimmen in diesem Jahr die Investitionstätigkeit des Abwasserzweckverbandes (AZV) Döbeln-Jahnatal. Da wäre zum einen die neue Fällmittelstation auf der Kläranlage Döbeln: eine Ausgabe, die für eine sichere und gesetzeskonforme Abwasserentsorgung unerlässlich ist und in Summe fast eine Million Euro kosten wird. Zum anderen entsteht zwischen Choren/Maltitz und Döbeln gerade auf über fünf Kilometern Länge eine wichtige Verbindung, um kleine, nicht rentable oder nicht mehr funktionstüchtige Kläranlagen perspektivisch außer Betrieb nehmen zu können.

Über den Stand dieser und anderer Projekte sind die Mitgliedskommunen des AZV Döbeln-Jahnatal auf ihrer Verbandsversammlung am 21. September 2026 in Döbeln informiert worden.

Knapp vier Millionen Euro investiert

Bis Mitte September sind knapp vier Millionen Euro des geplanten Investvolumens von circa fünf Millionen Euro gebunden gewesen beziehungsweise bereits abgerechnet worden. Aber der Herbst hält wie immer noch einige Maßnahmen bereit, die vor dem Winter umgesetzt werden könnten. Bis November sollen die Arbeiten zur Erneuerung des Mischwasserkanals in der Rosa-Luxemburg-Straße in Döbeln abgeschlossen werden. Im Frühjahr hatten die Arbeiten zum zweiten Bauabschnitt begonnen. Hier werden rund 280 Meter Kanal erneuert. Die Kosten belaufen sich auf circa 500.000 Euro.
Ebenfalls für November ist geplant, den zweiten Bauabschnitt in der Richard-Wagner-Straße in Döbeln zu beenden. Der zweite Bauabschnitt umfasst 185 Meter, auf denen der Mischwasserkanal erneuert wird, um die Entsorgung des Abwassers auch in Zukunft sicher gewährleisten zu können. Circa 240.000 Euro werden hier investiert.

Neue Fällmittelstation auf der Kläranlage

Und um die neue Fällmittelstation auf der Kläranlage Döbeln-Masten in Betrieb nehmen zu können, müssen in den kommenden Wochen noch einige bauliche Voraussetzungen geschaffen werden. Der neue Tank ist im Sommer geliefert worden. Sämtliche Leitungsverbindungen zwischen den Becken und dem Behälter müssen erneuert, die Verkehrsflächen den gesetzlichen Vorgaben entsprechend hergerichtet werden. Fällmittel dient der Reduktion von Phosphor im Abwasser und ist unerlässlich, um den behördlich vorgeschriebenen Grenzwert einzuhalten. Phosphor gelangte vor allem über menschliche Ausscheidungen ins Abwasser.

Jahresabschluss für 2025 vorgelegt

Vorgelegt wurde in der Sitzung auch der geprüfte Jahresabschluss des AZV. Danach konnte das Eigenkapital durch einen Jahresüberschuss in Höhe von 826.000 Euro erhöht werden. Diese Summe wird in das neue Geschäftsjahr übernommen. Die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilte zum Jahresabschluss 2025 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Sie benannte in ihrem Bericht gleichzeitig Herausforderungen, die in den kommenden Jahren auf den AZV und seinen Betriebsführer Veolia zukommen dürften: den weiter anhaltenden Bevölkerungsrückgang mit entsprechend zurückgehendem Wasseraufkommen und damit Abwassermengen und die in allen Bereichen weiter steigenden Kosten. Diese Aspekte werden sich auch in der neuen Gebührenkalkulation, die gerade in Arbeit ist, niederschlagen müssen. Die aktuelle Kalkulationsperiode endet zum 31. Dezember 2026 nach vier Jahren. Im November kommt die Verbandsversammlung des AZV Döbeln-Jahnatal das nächste Mal zusammen. Und dann wird es vorrangig darum gehen, die ab Januar 2027 geltenden Gebühren für die Abwasserentsorgung zu beschließen.